Womanizer oder Onlinedating? Mein Lockdown-Tipp!

Girls es ist 2021 und dieses Jahr hat bisher genauso wenig für mich getan, wie 2020 oder mein Ex-Freund. Nämlich rein gar nichts. In einer Limbo-Schleife aus Arbeit und Netflix vegetiere ich vor mich hin. Gerne würde ich an Angela Merkel und Co. einen Brief schreiben, wie sie sich eigentlich vorgestellt haben, dass man im Lockdown daten soll?! Der ein oder andere mag jetzt denken: „Boah, hast du keine anderen Sorgen? CORONA!“ Aber ganz ehrlich ich bin weiblich, Mitte dreißig, nein habe ich nicht! Die Tage sind durch den Mangel an Sozialkontakten äußerst dröge, bis mich eines Tages ein Paket erreicht mit dem neuen Womanizer „LIBERTY by Lily Allen Edition“….

Kennt ihr dieses wunderbare Zaubergerät? Wenn nein, habt ihr leider wirklich was verpasst und das ist keine bezahlte Dauerwerbesendung, sondern eine waschechte, redaktionelle Empfehlung. Ich feiere es schon seit Jahren, dass die Industrie erkannt hat, dass Frauen nebst einem Mann, einem langweiligen Holzspielzeug oder einem wackeldackelähnlichen Gemächt mit Saugnapf, dringend neue Gadgets für die Me-Time brauchen. Und voilá so erfanden sie den Klitoralvibrator!

Unsere Generation liebt ja das Wort Me-Time, Self-Care und Co., doch damit verbindet man auf Anhieb eher andere Tätigkeiten, als Selbstbefriedigung, aber warum eigentlich? Meistens denkt man sofort an hippieanmutige Veganer, die teetrinkend vor einem Räucherstäbchen im Schneidersitz sitzen. Nicht zu vergessen, dass sie ein spirituelles Buch auf ihrem Schoß liegen haben und fließendes Bachrauschen mit Vögelgezwitscher aus den arschteuren Sonosboxen zirpt. Für meine Begriffe fehlt bei dieser Vorstellung irgendwas…

Me-Time…. Macht’s doch mal richtig!

Ladies, spirituelles Geplänkel kann einem ja auch mal gut tun, ich möchte das gar nicht komplett verteufeln. Aber wie wäre es, wenn ihr zusätzlich euch den Womanizer beschafft, geht schneller und entspannt mindestens genauso! Wir Damen wollen zwar öffentlich nicht weiter stigmatisiert werden durch unsere Sexualität und ebenso nicht immer als Sexobjekt wahrgenommen werden, das heißt aber nicht, dass wir nun keinen mehr haben sollten. Ganz im Gegenteil!

Onlinedating oder Womanizer?

Während ich also den Lockdown als Single auf meiner Couch friste und den Song „Womanizer“ von Britney über die Lautsprecher laufen lassen, hänge ich wieder bei Tinder oder Bumble ab. Mittlerweile frage ich mich vermehrt, ob alle Männer komplett verrückt geworden sind. In unserem Podcast hört ihr ja des Öfteren Auszüge unserer neuesten Tinder Konversationen. Einer dämlicher, unzuverlässiger oder schwanzgesteuerter als der andere…. Nur durch den Besitz des besten Spielzeugs für Damen fragt man sich auch manchmal, brauche ich diese Typen da draußen eigentlich, – Oh scheiße, schon wieder vergessen wem zu antoworten, upppsi… – und die Playlist wechselt auf Lily Allens „Fuck you“…

Ein wunderbarer Song, wie ich finde, dessen Refrain mich an den ein oder anderen Verflossenen denken lässt. Wenn dieser rum ist, greife ich wieder zu meinem Buch über den männlichen Narzissmus. Denn ich bin mir sicher, in diesem Buch finde ich mehr Antworten auf die Frage, wer ich eigentlich bin, als in dem nächsten „Finde dein Glück“-Schinken. Meine Me-Time ist eben anders und nicht instagramable, aber ich kann sie nur empfehlen und währenddessen kam mir noch ein weiterer Gedanke… Eigentlich sollte es gerade jetzt von der Bundesregierung subventioniert werden, sich derartige Toys zu shoppen, denn mein Bedarf zu daten ist derzeit ziemlich gedeckt. Und das ist doch gut, um die Covid19-Verbreitung weiterhin zu stoppen, oder?!

Vielleicht kandidiere ich doch noch irgendwann…


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