Dating-Schema: Das Dating-Supermarkt-Prinzip

Wir leben in einer Zeit, wo alles in einer unglaublichen Vielfalt existiert. Die Technik entwickelt sich rasend schnell weiter und ständig prüfen wir die technischen Neuheiten, ob sich nicht etwas Besseres findet. Ähnlich verhält es sich bei der Partnerwahl. Stets und ständig wird nach etwas Optimalerem gesucht. Dieses Dating-Schema hat durch Online-Datingbörsen längst auch die Liebe erreicht: Dürfen wir vorstellen? Das Dating-Supermarkt-Prinzip…

Dating-Supermarkt-Prinzip: “Drum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht was Besseres findet!”

Das “Dating-Supermarkt-Prinzip” sagt nichts anderes aus, als dass wir uns immer nur nach dem idealsten “Produkt” umschauen. Was ist qualitativ hochwertig, dennoch günstig und gammelt nicht zu schnell? Schmeckt diese Milch dabei vielleicht aber doch besser, als die alte? Ist die schöne Verpackung des Produktes ein Indikator für den sehr guten Inhalt? Eigentlich alles Fragen, die man auch auf die Liebe übertragen kann. Lasst uns deshalb erstmal eine Frage klären: Was ist Liebe?

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Ist Liebe nicht diese ganz besondere Anziehungskraft, die Vertrautheit, die Seelenverwandtschaft, in jemandem auch seinen besten Freund gefunden zu haben? Wie wahrscheinlich ist es also, dass man so einen Menschen im Leben überhaupt findet?

Liebe in derartigen Dimensionen zu finden, ist nicht jedem gegeben. Aber wie viele werden es heutzutage nicht mal mehr bemerken, ob er oder sie vielleicht der perfekte Partner ist, weil sie sofort alles hinschmeißen und weiterziehen? Das Prinzip “Liebe für immer – ohne Kompromisse” greift um sich.
Kurz gesagt, das Dating-Schema „Supermarkt-Prinzip“, wie ich es gerne nenne. Jeder in unserer Zeit folgt dem uralten Motto unserer Omas „Drum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht was Besseres findet!“.

Dating-Schema: Beim Milchkauf lassen wir uns mehr Zeit, als bei der Partner-Auswahl im Datingportal

In Online-Datingbörsen wird potenziellen Partnern genau eine Sekunde Aufmerksamkeit geschenkt, bevor der Finger nach links oder rechts wischt. Ein Bild entscheidet, ob wir jemanden uns näher angucken oder gar kennenlernen wollen oder eben nicht. Selbst beim Einkaufen denken wir länger über das Produkt nach, als über den potenziellen Partner digital… In der Zeit vor Onlinedating gab es auch die Optionen jemanden auf der Straße kennenzulernen (klar, die Möglichkeit gibt es noch immer, nutzt aber kaum noch wer).

Wenn man jemanden offline kennenlernt, kann man schneller ausloten, ist der Mensch höflich und gut erzogen, wie geht er mit anderen Menschen und Tieren um und vieles mehr. Online kann man ein X für ein U verkaufen, jeder versucht sich optisch und charakterlich von seiner besten Seite zu zeigen.

Doch selbst wenn man es nach dem üblichen digitalen Schlagabtausch und dem Vorgaukeln von einem ach so schönen und spannenden Leben zum realen Daten geschafft hat, so bleibt in unseren Köpfen das „Supermarkt-Prinzip“ verankert.

Dating: Der narzistische Kreislauf des Supermarkt-Prinzips wird weitergehen

Ein kleiner Streit, eine merkwürdige Angewohnheit des Gegenübers und schwupps schmeißen wir wieder den Online-Supermarkt an und checken die weiteren Angebote oder wer vielleicht sogar gerade im SALE gelandet ist… Oder sind die Erwartungen einer Frau zu hoch?
Wir halten nichts mehr aus, wir bilden uns ein überall einen passenderen Partner zu finden. Wir fragen uns meist nicht ein einziges Mal, ob wir denn so perfekt sind. Aus diesem Grund wird das neue Dating-Schema „Supermarkt-Prinzip“ immer weitergehen, denn beides zusammen bildet einen Kreislauf.

Wir selbst fühlen uns alle nahezu perfekt und unantastbar und suchen den „idealen“ Partner. Viele unserer Generation sind Narzissten und haben kaum noch Selbstkritik. Wie soll es dann möglich sein einen guterzogenen, netten, liebevollen und hilfsbereiten Partner zu finden mit der Optik eines Models?

Merkste selbst ne,…

 


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