Öffentliches Knutschen: Warum mich das Paarungsverhalten anderer anwidert!

Neulich saß ich mit einer Freundin im Café und wir beide arbeiteten an unsere Projekten. Sie baut sich gerade eine eigene Homepage auf und ich überlegte, wie wir unserer provokantes Baby Blogmichdoch weiterentwickeln könnten. Apropos provokant, im Café war es laut, wie an einem Samstag üblich, doch leider nicht laut genug. Jeden Satz den wir beide sprachen “Meinst du die Social Plugins funktionieren an dieser Stelle…” SCHMAAAATZ, sabber “besser, oder doch hier…” Stöhn “hier drüber?” wurde unterbrochen von widerlich sabbernden Geräuschen vom Nachbartisch. Als ich meinen Blick hob, ob zufällig eine Kuh neben mir am Tisch trinkt oder woher diese abnormal laute Geräuschkulisse kommt, sah ich ein junges Pärchen, was öffentliches Knutschen für einen Olympiasport hielt und mir kam nicht nur die Galle hoch…

Wir sind momentan ca. 7,8 Milliarden Menschen auf diesem Planeten, die miteinander auskommen müssen. Im allerbesten Fall ergäbe das 4 Milliarden Mal Gesabber, Gestöhne und Geschmatze auf dieser Erde. Nein, nein und noch mal nein!

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Ich fühle mich belästigt von öffentlichem Knutschen!

Wir sind so viele Menschen und werden immer mehr. Laut Hochrechnungen sollen wir schon in 20 Jahren über 9 Milliarden sein und in 30 Jahren an die 10 Milliarden. Daher sollte es eines unserer größten Ziele auf der ganzen Welt sein, uns nicht auf den Sack zu gehen. Sitzen, atmen, geräuschlos essen, unterhalten, mehr muss in der Öffentlichkeit eigentlich kaum sein.

Ein Vorspiel über den Restauranttisch rüber, ein Begrabbeln im Café, muss das wirklich sein? Es ekelt mich an, das notgeile Paarungsverhalten anderer mitzubekommen. Sogar in der U-Bahn, wenn diese in Hamburg morgens mal wieder rappelvoll und gedrängt ist, weil der hiesige HVV es einfach nicht hinkriegt die Taktung zu erhöhen, jedoch die Preise regelmäßig erhöht, lebt sich so manches Paar komplett aus. Nicht selten habe ich es, dass ich wie in einer Sardinenbüchse in der Bahn stehe und er seiner Alten am Arsch rumfummelt, im Zweifel, weil sie wie Julian kritisiert Leggings trägt. Dann erwischt er in der Enge auch noch meinen Arsch und manchmal geht ihm so einer dabei hab, dass sein Finger fast in dem Hintern seiner Perle verschwindet.

In der U-Bahn: Sie schmatzen und lecken und grunzen in der Öffentlichkeit!

Damit natürlich nicht genug, ich stehe also in dieser widerlich vollen Bahn, rieche den Mundgeruch von anderen, kriege fettige Haare Fremder ins Gesicht, da schnullt der Affe auch noch mit der Ollen rum und schmatzt sich einen ab… Ich muss fast kotzen. Das ist dermaßen eklig! Ich stehe gedrängt davor, kann nicht weg und muss dieses widerliche, notgeile Vorspiel mir sogar am frühen Morgen geben. Warum ist einfach zuschlagen eigentlich noch mal gesellschaftlich verpönt?

Eigentlich wäre das Thema: Öffentliches Knutschen prädestiniert für ein Podcast-Thema, ich habe nämlich so viele ekelhafte Geräusche für euch zu bieten, die auch das besagte Pärchen im Café von sich gab, ihr würdet alle komplett fühlen, warum mich dieses Thema so aufregt. Oftmals sieht man in seinem leicht verzerrten, hormongesteuerten Gesicht auch deutlich, was gerade in seiner Hose für ne Party abgehen muss und sie schiebt ihre Hand dann auch noch an seinem Oberschenkel nach oben – AHHHHHHHH! Wie ekelhafte Liebes-Zombies kommen sie daher und nein, ich erfreue mich nicht an eurem Glück und nochmal nein, ich bin auch nicht neidisch, ich finde es wirklich einfach nur komplett abstoßend!

Küssen, Kuscheln und Befummeln empfinde ich als eine private Angelegenheit. Wir reden hier nicht von einem trockenen Kuss ohne Zunge, wenn dieser bitte ohne Geschmatze stattfindet, sondern von dem aneinander Rumgelecke und dem regelrechten Paarungsverhalten in der Öffentlichkeit.

Leider kann ich nicht alle Leck-Zombies anbrüllen, weil auch ich mich an die gesellschaftlichen Konventionen halten muss. Ich wünsche mir aber, dass sie wenigstens meinen bösen Blick registrieren, meine Mittelfinger Kette eine Etage tiefer wahrnehmen und diesen Artikel lesen.


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