Feminismus Wahnsinn: Von Schamhaaren bis blutige Höschen…

Boah, es reicht dann jetzt auch mal langsam! Neulich verkündetet Katy Perry stolz und live in der TV-Show „American Idol“, in der sie als Jury Mitglied fungiert, dass sie seit der Geburt ihrer mittlerweile sieben Monate alten Tochter keine Zeit mehr habe ihre Beine zu rasieren, und lieferte prompt den Beweis dazu vor laufender Kamera. Mit Stolz! Und schon ging das Bejubeln à la Feminismus Frohsinn auf den Social-Media-Kanälen los. Ach, wie emanzipiert sie doch alle sind mit ihren Schamhaaren und blutigen Höschen…


Sagt mal spinnen mittlerweile alle inklusive Katy Perry? Wieeee laaaaange braucht man als erwachsene Frau denn bitte zum Rasieren der Beine?
Erst kürzlich saß mir eine Frau in der Bahn gegenüber, sie war bestimmt jünger als ich und unter der Mom-Jeans dieser jungen Frau erblickte ich einen Beinhaarwuchs, den ich zuletzt mit 13 Jahren hatte. Damals war ich wegen einer Lungenentzündung zwei Wochen im Krankenhaus bettlägerig und konnte daher nicht duschen. Doch heutzutage wird der Neandertaler-Look nicht nur geduldet, sondern sogar gefeiert. Außer Männer benehmen sich wie selbige, dann regen wir Frauen uns natürlich auf…

Feminismus Coolness oder Steinzeit-Aufstand?

Nicht mal der Ausdruck Steinzeit-Look wird diesem gerecht, so wurde selbst Wilma Feuerstein bei den „Flintstones“ gepflegter dargestellt… Mal ganz im Ernst, es kann doch nicht sein, dass eure Beine euch nicht pieksen oder kratzen, wenn ihr da nachts im Bett liegt und eure ungepflegten Beine aneinanderrubbeln? Was bitte ist denn daran so geil oder emanzipiert? Also ich bin eine ständig überarbeitete, alleinerziehende Fulltime-Mom seit 15 Jahren und nicht einen Tag gab es, an dem ich mich besonders tough und emanzipiert gefühlt habe, weil ich die zwei Minuten zum Rasieren nicht genutzt hatte.

Was bitte wollt ihr euch mit dem nicht Rasieren denn beweisen?


Dass ihr Herr eurer Lage und Zeit seid, und selbstbewusst bestimmen könnt, euch eben keine Zeit für Körperpflege zu nehmen?
Auf der Website von Adidas erblickte ich dann, auf der Suche nach einem Sport-BH, auch noch stark behaarte Achseln. Mal gerade, dass nicht die Schambehaarung bei der Sport-Shorts an der Seite das Bein erwärmt. Aber dem gebe ich noch ein halbes Jahr, dann bekomme ich bei Social Media bestimmt auch von irgendwem diesen Busch zu sehen. Muss man Achselhaare wirklich zur Schau stellen? Wenn es doch darum geht, die Normalität zu präsentieren, wie ist es dann mit Zahnbelag? Oder fettigen Haaren? Oder menschlichen Exkrementen? Ist doch alles Natur pur!

Heute stolperte ich dann über einige Bilder auf Instagram mit blutigen Höschen, scheinbar um zu zeigen, wie normal es ist Frau zu sein. Super! Und weil ich eine Frau bin, muss ich jetzt wie ein angeschossenes Freiwild blutend durch die Gegend rennen? Was bitte stimmt denn mit eurer Wahrnehmung nicht?
Ist bei der ganzen Zeitersparnis durch mangelnde Hygiene euer Hirn komplett verkalkt und hat plötzlich auch nur noch das Arbeitsvermögen eines Primaten? Nur weil ihr nun freilich gern so aussehen wollt, frage ich mich, möchtet ihr dann auch wie solche Steinzeitmenschen in Zukunft behandelt werden? Gerne, dann legt bitte eure Smartphones weg und hört bitte auf euch wie die letzten Affen zur Show zu stellen! Das passt nämlich dann nicht ganz zusammen. 

Habt ihr mal an die Folgen dieser Art Feminismus gedacht?


Bei der Gelegenheit, wenn ihr das Smartphone ablegt, tut selbiges bitte auch gleich noch mit euren Insecurities! Nur weil IHR Feminismus und Toleranz so versteht und euren schönen weiblichen Körper in dieser Form zeigt, heißt das noch lange nicht, dass auch die Männer darauf Bock haben müssen. Oder seid ihr nun so emanzipiert, feministisch und habt die höheren Weihen bereits erreicht, dass euch das auch nicht mehr interessiert?


Wundert euch in Zukunft bitte nicht, falls Frauen, die tatsächlich trotz Fulltime-Job fünf Minuten täglich Zeit haben zu duschen und sich zu rasieren, sowie einen Tampon benutzen, euch dann auch noch die letzten männlichen Optionen wegschnappen oder euer Mann leider Gottes fremdgeht.
Dann könnt ihr ja gemeinsam mit den anderen haarigen, stinkenden, feministischen Emanzipationsweibern in blutigen Höschen eine Therapiegruppe veranstalten, am besten am Lagerfeuer, aber passt auf, dass euch nicht die Schamhaare anbrennen…

Text von: Jazz Brown


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